26. Oktober 2021

Gotthelm oder Mythos Claus (2009)

– Eine Trophobie
von Michael Lentz


8 Frauen mit Namen Claus sitzen beim Friseur. Allesamt blättern sie in Zeitschriften, tratschen über Dieses und Jenes und vertreiben sich die Zeit mit einem Kreuzworträtsel. Ein Lösungswort beschäftigt sie besonders: GOTT. Soweit – so banal. Die umkämpfte „Königstrockenhaube“ jedoch entwickelt sich zu einem Helm Gottes, der für alle Frauen eine Erweckung bereit hält, die sie in neue Dimensionen der Erkenntnis versetzt. Schnell wird klar, dass Gott für jeden Claus etwas anderes bedeutet – die Suche nach dem Höheren hat viele Ausformungen.

Eine Begegnung mit Gott unter der Trockenhaube? Michael Lentz spannt in seinem Stück einen Bogen zwischen Sprachwitz, Wortakrobatik, Philosophie und Gottsuche. Ein ironischer, skurriler, provokativer und ernsthafter Versuch, sich den Fragen nach Erkenntnis und Erleuchtung zu nähern. Ein großartiges Stück Antitheater!
Regie: Sandra Anklam
Musikalisches Coaching: Jens Niemeier
Es spielen:
An- und Auszieh-Claus: Katrin Jung
Atem-Claus: Gabriele Thomas-Hasenäcker
Bingen-Claus: Angelika Wuszow
Cotard-Claus: Birgit Wessel
Homunkulus-Claus: Rita Verbruggen-Huppertz
Räucher-Claus: Ramona Pöpping
Roboter-Claus: Petra Janßen
Versuchsleiter-Claus: Mareike Covella / Eva Weber



2 Gedanken zu “Gotthelm oder Mythos Claus (2009)

  1. Hallo ihr Lieben,
    zu irgend einer Vorstellung werde ich es schaffen!
    Auf jeden Fall: Toi,toi, toi!
    Euer erster “Zuschauer”
    Ekki

  2. Schön wars in der Studio-Bühne, da kann ich euch nur gratulieren und mich bedanken für den schönen Abend!
    🙂 Mike
    Achja, Claus gefiel mir am besten. Mit Abstand.

Kommentare sind geschlossen.